25. Juli … Bürokratie und die liebe Geduld…

Im Moment stecke ich wieder in einem großen Lernprozess. Wie jedes Jahr standen die Anträge fürs nächste Schuljahr an. Ein immer wieder kehrender Prozess, immer wieder gleich und doch jedes Jahr am letzten Schultag nicht beendet. Gestern endlich einen Termin gehabt, bei dem überhaupt mal erst darüber gesprochen wurde, was denn dringend notwendig sei. Bei solchen Angelegenheiten muss ich mich immer sehr in Geduld üben. Ich meine, wer möchte nicht mit ruhigem Wissen in die Ferien gehen, dass alles geklärt und geregelt ist, beantragt und genehmigt ist. Immerhin geht es da teilweise auch um meinen Job. Ohne Betreuung nach der Schule kann ich wohl kaum arbeiten gehen.

Ich meine, mal ganz ehrlich; ist es wirklich so schwer, ein paar Formulare weiter zu reichen, ein paar Unterschriften zu setzen und mir dann ein ok mitzuteilen? Dafür braucht man tatsächlich Monate? Seltsamerweise ist jedes Amt, das irgendwas von einem haben will, wahnsinnig schnell. Da flattert ein Brief ins Haus, wird angefordert und direkt noch eine minimale Frist gesetzt. Was ich auch schon erlebt habe, war, dass man Unterlagen von mir wollte und zwar fristgerecht mit Datum, welches zehn Tage in der Vergangenheit liegt. Vielleicht sollte ich meine Anträge auch mal mit Fristsetzung einreichen. Wäre interessant, wie das Jugendamt darauf reagiert.

Es ist immer wieder ein Lernen für mich, dass ich eben nicht alles bewirken kann. Ich kann bei solchen Dingen nur meinen eigenen Anteil bewirken, erledigen und für den Rest muss ich ins Vertrauen gehen, dass jemand anderes seinen Anteil erledigt. Letztendlich eine gewisse Abhängigkeit, in die man sich da begibt bzw begeben muss. Wie einfach wäre die Welt – zumindest für mich – wenn man sich um alles direkt selbst kümmern könnte? Leider wird es immer wieder Dinge geben, bei denen man sich in Abhängigkeit anderer geben muss. Zumindest ich durch meine Kinder und speziell meinem behinderten Sohn. Also übe ich mich weiter in Geduld und lerne weiter, was es mich lehren will; man muss vertrauen, dass die Dinge am Ende gut werden. Und dass man nicht jedem Einzelnen den Hals umdrehen kann, der einen nervt… 😉

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