11. Juli … wann wir geboren werden…

Nächte, in denen man nicht wirklich schlafen kann, haben ja auch ihre Vorteile. Ich zum Beispiel lese dann viel, was ich sehr liebe aber selten wirklich Zeit dazu habe. Letzte Nacht also mal wieder ein paar Seiten durch geschmökert und siehe da; einem meiner Lieblingszitate begegnet;

Zu leben bedeutet, langsam geboren zu werden. Antoine de Saint-Exupery

Diesen Satz muss man sich mal wirklich auf der Zunge zergehen lassen finde ich. Wir alle hetzen durch unser Leben, versuchen, noch mehr scheinbar wertvolle Zeit aus jeder einzelnen Minute zu quetschen. Immerhin werden wir ja alle geboren, um irgendwann zu sterben. Unsere Zeit läuft ab – tick tack, Zeit läuft ab – jeder einzelne Moment rinnt uns davon – gelebt oder ungelebt. Der Zeit ist das völlig egal, ob sie sinnlos verstreicht oder gefüllt mit Leben vergeht. Aber uns, ist es uns egal? Denken wir überhaupt darüber nach, wie wir mit unserer begrenzten Lebenszeit umgehen? Achtlos und ungeschätzt oder anerkannt und bewusst gelebt?

Und was geschieht eigentlich, wenn einem klar wird; ich werde nicht geboren, damit meine Zeit abläuft. Ich werde viel mehr geboren, um zu leben und Stück für Stück die Welt, mein Bewusstsein und meinen Weg zu verstehen, erlangen, zu ERleben. Wir starten nicht mit einer Sanduhr, in der der Sand von oben nach unten rinnt. Wir beginnen auf Erden mit einer völlig leeren Sanduhr und nur wenn wir bereit sind, durch unser handeln und wirken den oberen Teil mit Sand zu füllen, wird unsere Zeit unten sichtbare Spuren hinterlassen. Wir entscheiden also ganz allein, ob wir auf dieser Welt für kurze Zeit existieren und spurlos vorübergehen oder ob wir verstanden haben, dass wir bis zu unserem Sterben geboren werden.

Also sollten wir vielleicht aufhören, voller steigender Angst vor dem Ende älter zu werden und stattdessen anfangen, jeden Tag BEWUSST auf diese Welt zu kommen. Wahrnehmen, dass wir sind, jeden Tag das, was uns umgibt, verändern können. Und selbst wenn uns das nicht gelingt, können  wir es wenigstens in Liebe annehmen. Dankbar und mit dem Wissen; wenn ich manches auch nicht ändern kann, so kann ich mich trotzdem entscheiden, es zu lieben, es anzunehmen. Denn in Liebe lebt es sich leichter… P1000119

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