4. Juli Endspurt

Heut bin ich tatsächlich spät dran hier. Aber das ist wohl der typische Endspurt auf die Sommerferien. Mir fliegen grad wieder so viele Termine um die Ohren; apropos Ohren, inzwischen fängt das andere Ohr auch noch an. Werd um den Ohrenarzt nicht rum kommen wie es aussieht. Heut war ich noch auf Arbeit, letzter Tag diese Woche, den wollte ich noch durchhalten. Jetzt heißt es noch alle Anträge durch bringen für nächstes Schuljahr; Schulbegleitung und Hort. Für meinen Kleinen hat man jetzt endlich einen Hortplatz gefunden, da bahnt sich die nächste Katastrophe an – er kommt in den selben Hort wie sein Bruder. Warum hört bloß keiner auf mich, wenn ich sehr betont warne, dies zu tun? Es wird nicht gut gehen und wenn man das dann feststellen wird, steh ich vor dem nächsten Drama…

Ich hab ja schon überlegt, ob meine Ohrenschmerzen davon kommen. Hab ich doch letzte Woche – frech wie ich manchmal bin – ein wenig auf den Tisch gehauen. In der Klinik unseren halbjährlichen Termin „abgesessen“, zum wiederholten male vorgetragen, was wichtig wäre, wo es brennt, welche Hilfe man bräuchte. Wurde wieder angesehen, als würde ich das alles zum ersten mal berichten und nicht zum vierten, fünften, sechsten mal. „Da muss man was tun“, hieß es. Getan hat man das, was man immer macht; die Dosis vom Medikament erhöht. Das wars! Ein paar Leuten hab ich das letzte Woche sehr nahe gelegt, wie mich das langsam ein wenig nervt, dass ich sinnlos rede, keiner zuhört, ich wieder und wieder meine Zeit ergebnislos verschwende. Und nun sitz ich hier mit Ohrenschmerzen. Ein wenig lustig find ich das schon… *hihi*

Wie immer versuch ich in meiner Mitte zu bleiben und mir meinen Humor zu bewahren. Nur nicht aufregen, langsam aber scheinbar sicher fügen sich die Dinge und es wird. Bis jetzt ist noch alles geworden, warum also nicht diesmal auch. Im Vertrauen bleiben ist schön und gut aber wenn man bei so vielen Dingen auf andere – Jugendamt, Hort, Therapeuten, Lehrer, Behindertenarbeit,.. – angewiesen ist und nicht mehr tun kann, als immer wieder zu erinnern und nachzuhaken, dann braucht man sehr viel Vertrauen. Ich hab die Dinge lieber selber in der Hand, erledige es und kann ruhigen Gewissens in die Ferien gehen. Ohne böses Erwachen im September, ohne hibbeln über den August, wo gar nichts mehr geschieht oder bearbeitet wird. Ich bin so gerne unabhängig und mach mein Ding selber. Immer wieder eine Herausforderung, das gelingen an andere abgeben zu müssen. Aber ich lerne, werd dabei ruhiger und ruhiger und glaube daran, dass auch dieses mal so ziemlich alles gut wird. Bis zur nächsten Katastrophe wenigstens… 😉

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