25. Juni … Entscheidungen…

Schon wieder vorbei, das Wochenende. Und unser kleiner Umbau in der Wohnung schreitet voran. Nachdem ja mein kleiner Sohn seit Weihnachten jede Nacht in mein Bett kommt und es sich dort gemütlich macht, fehlt mir ja langsam der ungestörte Schlaf. Auch heute wieder seit drei Uhr wach, weil sich der kleine Gnom quer in mein Bett eingespreizt und es mir somit unmöglich gemacht hat, ausgestreckt zu liegen. Ich hab nichts gegen Nähe und ganz sicher liebe ich meine Jungs mehr, als alles andere auf dieser Welt. Aber ich möchte endlich mal wieder eine ungestörte Nacht alleine verbringen. Deswegen habe ich entschieden, aus dem Kinderzimmer meines Sohnes – der nie Zeit darin verbringt – wenigstens für die Nacht ein Schlafzimmer zu machen. Größeres Bett, Fernseher (ja, ich bin bekennender Fernsehschläfer) und meine xBox ist gestern schon rüber gezogen. Herrlich, abends mal wieder mit Ton ordentlich zu zocken, ohne Angst haben zu müssen, mein Sohn könnte es mitbekommen, dass Mutti gelegentlich Ballerspiele zockt.

Jetzt noch ein Fernsehkabel durch die Wand legen und schon kann es los gehen. Klingt alles ganz einfach, auch wenn ich mir diese Entscheidung eher schwer gemacht habe. Seit über sieben Jahren schlafe ich nun im Wohnzimmer, damit meine Jungs jeder ein Zimmer hat. Eine Vier-Zimmer-Wohnung suchen wir seit 3 Jahren vergeblich, da sie bezahlbar sein sollte. Lang hab ich meinem Spross jetzt gedroht, mir in seinem Kinderzimmer ein Schlafzimmer einzurichten, wenn er nicht endlich wieder dort schlafen würde. Und trotzdem kriecht er Nacht für Nacht zu mir und schnarcht leise vor sich hin. Und dann kam der Tag, an dem ich dachte; warum eigentlich nicht? Warum stell ich mir da nicht ein größeres Bett rein, Fernseher dazu und genieße die Ruhe?

Nun ist der Plan bald restlos umgesetzt und auch mein Sohn begreift langsam; Mutti meint das ernst! Ganz empört rief er gestern: „Das darfst du nicht!“ Nicht? Für einen Moment fing ich tatsächlich an, zu überlegen. Seit sieben Monaten stört er jede Nacht meinen Schlaf, mein kleines Privatleben abends, wenn die Kinder schlafen. Nichts konnte ihn bisher davon überzeugen, damit aufzuhören. Und ich? Inzwischen wache ich fast jeden Tag müde und mit Kopfschmerzen auf, nachdem ich seine Fußtritte, welche er verteilt wenn er sich streckt, ertragen habe. Aber ist das Rechtfertigung genug, mich in sein Zimmer einzunisten? Mein Herz sagt leise „böse, böse Mama“, doch mein Verstand sagt lauter „er hat sich in dein Zimmer eingenistet und stört deine Ruhe“. Nun, manchmal sind sie sich eben nicht einig, das Herz und der Verstand. Früher fing ich dann an – wenn es sein muss mit Gewalt – einen von beiden zum Schweigen zu bringen. Heute höre ich ihnen zu, tätschel ihnen den Kopf und geh weiter meinen Weg. Egal, welche Entscheidung ich treffe und wer dabei meiner Meinung ist; mit den Konsequenzen muss allein ich leben. Es gibt Dinge, die muss man allein sich selbst recht machen und sonst niemandem. Letztendlich profitieren hier alle davon, wenn Mutti mal wieder richtig ausgeschlafen hat und wieder weniger meckert… 😉

Womit entscheidet ihr? Mit dem Herzen oder dem Verstand? Ich folge sonst immer meinem Herzen, aber manchmal muss man dem Verstand halt auch mal recht geben…

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3 Kommentare zu „25. Juni … Entscheidungen…

  1. 😂😂😂 … So was ähnliches auch schon erlebt. Allerdings musste Junior dann ins rosa Zimmer seiner Schwester ziehen, weil er partout in seinem oben nicht mehr schlafen wollte … 😂😂😂

    Mit was ich entscheide? Mhh, hängt zum einen von der Situation ab, auch um wen es geht. Ich denke fifthy/fifthy trifft es am besten … 😊

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