22. Juni Like the way I do

Kennt ihr das Lied „Like the way I do“ von Melissa Etheridge? Läuft zur Zeit immer mal wieder im Radio, obwohl es alles andere als neu ist. Dieses Lied begleitet mich schon mehr als mein halbes Leben und noch heute fesselt es mich, wenn ich auch nur die ersten Akkorde höre und es sofort erkenne.

Der Text stellt die Frage „Liebt sie dich, so wie ich. Vermisst sie dich, erregt sie dich? Reizt und fesselt sie dich? Sag mir, vermisst sie dich? Existiert sie nur um dich zu küssen?
So wie ich.  Sag mir will sie dich? Betört und verfolgt sie dich?
Weiß sie dich zu schocken? Zu elektrisieren und zu erschüttern?
Erfüllt und verführt sie dich? Greift sie dich an? So wie ich?“ Es geht darum, dass sie endlich glücklich war mit ihrem Partner und dann verlassen wird für eine Andere. Und immer, wenn ich heute dieses Lied höre, erinnert es mich an vergangene Zeiten. An Jahre, in denen mich die Einsamkeit zermürbt hat und ich nach nichts so sehr gesucht habe, wie nach Liebe. Ich wollte einfach geliebt werden, egal von wem, egal wie. Hauptsache nicht allein sein. Kennt ihr das, wenn man glaubt, nichts und niemand auf dieser Welt liebt einen? Und man weiß auch gar nicht, wohin mit all seiner Liebe weil sie einfach keiner haben will? So erging es mir viele Jahre Irgendwann hab ich die ganze Welt gehasst, mich selbst, jeden Mensch, der mir begegnet ist. Was mich so weit gebracht hat? Die Entscheidung, dass ich scheinbar für das Gefühl Liebe nicht genug bin. Da sich aber alles in mir nach Gefühlen sehnte, entschied ich mich für die, die erreichbar für mich waren; Wut und Hass.

Ganz ehrlich; ich wünsch mir diese dunklen Jahre keinesfalls zurück! Nicht einen Tag davon. Und zum Glück weiß ich auch, dass sie nie wieder kommen. Inzwischen bin ich seit vielen Jahren allein und nichts daran macht mir Angst oder fühlt sich nach Einsamkeit an. Ich habe mich und ich zähle mich mit zu meinen besten Freunden; ich mag mich, kann mich auf mich verlassen, weiß dass ich mir immer die Wahrheit sagen werde und nie aufhören werde, an mich zu glauben. Und ich habe meine Kinder, die mir nicht nur sehr viel geben, sondern vor allem eines genommen haben; die quälende Frage jeden Tag – wofür das alles eigentlich? Seit ich meine Kinder habe, hab ich mir diese Frage nie wieder gestellt.

Wir dürfen niemals unser Lebensglück von anderen abhängig machen. Wir müssen viel mehr lernen, uns selbst zu erfüllen. Uns selbst zu lieben, zu achten, zu respektieren. Und Respekt fängt da an, wo ich selbst sagen kann: ich bin genug, ich bin es Wert, auf den Mann zu warten, der mich so sehr liebt, wie ich ihn. Um den ich nicht kriechend kämpfen muss, dem ich nichts beweisen muss, den ich nicht fragen muss – liebt sie dich, so wie ich?

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