16. Juni … Himmel oder Hölle…

„Der Geist ruht in sich selbst und in sich selbst kann er die Hölle zum Himmel machen und den Himmel zur Hölle.“ Milton

Schon mal über diesen Satz nachgedacht? Ihn überhaupt schon mal gehört? Als ich angefangen habe, achtsam mit meinem Geist umzugehen, kam sehr bald eine Frage auf: belüge ich mich nicht selbst? Ich hatte angefangen, morgens aufzustehen und mich erst mal dazu zu entscheiden, dass es mir gut geht. Ja richtig, ich entscheide mich jeden Tag bewusst dazu, dass es mir gut geht. Weil ich es will. Und dann habe ich mir verinnerlicht, dass egal, was geschieht, alles aus irgendeinem Grund geschieht. Und auch wenn wir den Sinn hinter den Dingen nicht immer sofort erkennen, es wird immer einen geben, wir können also darauf vertrauen. Und wenn wir vertrauen können, dann können wir ohne Furcht einfach weiter gehen. Ins Vertrauen, in die Gewissheit; selbst wenn wir es uns SO nicht vorgestellt haben, wird es einen Grund geben, warum es jetzt SO geschieht.

Was hat das jetzt mit Himmel und Hölle zu tun? Nun, ganz einfach; wenn wir den Frieden haben, den Geist in sich selbst ruhen zu lassen – ihm zu vertrauen, dass er den Weg kennt – dann sind wir auch fähig, unsere Gedanken positiv zu halten, egal was geschieht. Selbst wenn wir das Gefühl haben, uns direkt in der Hölle zu befinden, weil alles drunter und drüber geht und uns etwas komplett aus der Bahn wirft; wenn unser Geist die Hölle nicht akzeptiert, so wird es sie nicht geben.

Sollen wir also nun lernen, immer grinsend weiter zu gehen, selbst wenn die Höllenflammen an uns lecken, bevor sie uns verschlingen? Nein, sollen wir nicht. Wir sollten viel mehr lernen, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Ein schlauer Kopf hat mal gesagt: „Es ist egal, was um uns herum geschieht; entscheidend ist nur, wie wir damit umgehen.“ Und das ist der entscheidende Punkt; es kommt immer darauf an, wie wir mit den Dingen umgehen. Fühlen wir uns sofort erschlagen und gehen das Problem erst gar nicht an, weil wir ohnehin keine Chance haben? Oder machen wir uns klar, dass das kein Spaziergang wird, aber wir – zum Teufel noch mal – sicher nicht einfach aufgeben werden? Verteidigen wir unseren Himmel oder akzeptieren wir ganz einfach, dass wir in der Hölle gelandet sind?

Und was wurde aus meiner Frage; belüge ich mich selbst? Nein, ich belüge mich nicht selbst. Ich habe nicht gelernt, immer zu lächeln, egal wie weit mir das Wasser am Hals steht. Viel mehr habe ich gelernt, rechtzeitig zu schwimmen und im Vertrauen zu bleiben, dass ich nicht untergehen werde.

Das Bild ist von einem lieben Freund. Dankeschön!

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