22. Mai

Heute Morgen bin ich hier im Netz erst mal über den Spruch gestolpert:

„Zweifel zerstören mehr Ideen als Fehler.“

Ich erinnere mich an die Aussage „Wir verzweifeln nicht, denn aus Zweiflern werden keine Sieger.“ Leider erinnere ich mich nicht mehr, von wem dieses Zitat stammt aber es begleitet mich schon fast mein halbes Leben. Es war nie mein Plan, ein Sieger zu sein; viel mehr fürchtete ich den Widerspruch selbst in diesen Worten.

Wenn man im Leben irgendetwas anfängt, dann wohl aus dem Grund, es zu verwirklichen. Was nichts anderes bedeutet, als das, was wir uns vorstellen, durch unser eigenes wirken tatsächlich entstehen zu lassen. Wir haben also ein konkretes Bild in uns, eine Vision und schaffen Platz in der Realität, dafür ein Fundament zu bauen. Und noch während wir dafür den Zement anrühren und ein letztes mal den Bauplan studieren, kommen die ersten Zweifel; wird das nicht doch etwas groß, steht das hier auch wirklich am richtigen Ort, wär da drüben nicht doch besser gewesen?

Wenn man erst mal angefangen hat, an etwas zu zweifeln, dann wird es immer einfacher, immer mehr Zweifel zu finden. Manche zweifeln so sehr, dass sie noch nicht mal das Fundament fertig bauen. Andere ziehen es eisern durch und fühlen sich gezwungen, einmal angefangen, dieses Ding jetzt bis zum „bitteren Ende“ durchzuziehen. Und der Rest baut einfach weiter, bis die Zweifel endlich überhand nehmen und hören dann mittendrin auf, macht ja sowieso keinen Sinn mehr.

Warum eigentlich? Was wurde aus unserer Idee, unserem Traum, unserer Energie, die uns dazu angetrieben hat? Was ist passiert zwischen „Das wird der Knaller“ und „Ich bin mir nicht mehr sicher“? Irgendwo da dazwischen haben wir aufgehört, an etwas zu glauben. An unsere Idee, vielleicht an uns selbst. Stattdessen haben wir angefangen, zu zweifeln. Wenn sich jetzt jemand fragt, warum und wie man das denn bitteschön vermeiden soll; indem man sich für etwas entscheidet und dann aufhört, darüber nachzudenken. Nur dann bleiben wir mit ganzem Herzen dabei und stellen vom Fundament bis zum letzten Stein etwas fertig, wovon wir absolut überzeugt waren. Es geht nicht darum, ein Sieger zu sein. Es geht vielmehr darum, für etwas einzustehen, woran wir glauben. Immer, ohne den geringsten Zweifel. Dann wird aus dem Fundament unserer Träume auch Wirklichkeit.

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