20. Mai … von der Mitte …

Wo ist denn jetzt eigentlich diese Mitte und was ist gemeint, wenn jemand sagt „Ich bleibe in meiner Mitte“? Unsere innere Mitte ist nichts anderes als unser inneres Gleichgewicht. Der Punkt in uns, der unseren Geist im Gleichgewicht hält. Am einfachsten findet man sie, wenn man sich ruhig hinstellt oder setzt und die Augen schließt. Dann stellt man sich vor, dass vom Kopf abwärts eine Schnur in den Bauch führt. Etwa auf Höhe des Bauchnabels hängt an dieser Schnur ein kleines Pendel. Darauf konzentriert man sich und arbeitet so lange mit seinen Gedanken und seiner Atmung, bis dieses Pendel in der Mitte des Bauches ruht. Dieses Gefühl, dieses „in sich Ruhen“ – das ist die eigene Balance, die innere Mitte.

Manche Dinge im Leben können uns aus dem Gleichgewicht bringen und dann versucht man „in seiner Mitte zu bleiben“ – das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Nichts anderes, als die Ruhe zu bewahren. Mir gelingt es, indem ich vertraue. Ich vertraue den Dingen, ihrem Verlauf und dass alles, was geschieht, seine Richtigkeit hat. Das sogenannte Urvertrauen. Sich dessen bewusst sein, dass alles ohnehin geschieht, egal was wir darüber denken, ob wir es wollen, ob wir uns fürchten. Die Dinge geschehen, so oder so und die einfachste Art und Weise, mit ihnen umzugehen, ist es, sie einfach anzunehmen.

Egal, was kommt, ich nehme es an und befasse mich damit. Das heißt, ich sehe nach, worum es sich handelt und frage mich dann, ob ich es ändern kann. Kann ich es ändern, dann versuche ich es, zu ändern. Kann ich es nicht ändern, dann umarme ich es und schicke es zurück auf seinen Weg. Was auch immer es ist, es wird weiter seinen Weg gehen – an mir vorbei, durch mich hindurch, wieder von mir fort; was auch immer es tun wird, ich kann es nicht ändern. Also wird es mir auch nichts bringen, mich damit zu befassen. Würde ich es trotzdem tun – mich damit „unnötig“ befassen, würde ich damit nur meine innere Mitte gefährden. Denn jeden Ballast, den wir mitnehmen, müssen wir möglichst so verteilen, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Umso weniger Ballast wir haben, umso weniger müssen wir uns um die Verteilung kümmern. Also immer nur mitnehmen, was wirklich mit muss!

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