9. Mai … ein wenig Schmerz

Heute bin ich tatsächlich mit Schmerzen aufgewacht, dummerweise ist es der Bauch. Aber immerhin kann ich mich jetzt mal ein wenig krank fühlen. Klar, nach zwei freien Tagen muss ich heute arbeiten. Dabei würde ich mich am liebsten zurück in mein Bett kuscheln und mir die Decke über die Ohren ziehen.

Es ist gut, dass ich hier meinen Weg gehe. Ich komm dadurch mit so vielen Menschen ins Gespräch. Jeder spricht mir Mut zu, hat ein liebes Wort für mich übrig. Und ich hab im realen Leben meine Ruhe; niemand spricht mich auf meine Situation an weil es die wenigsten wissen. Normalität wie ich sie liebe und wahrscheinlich auch grade brauche.

Wahrscheinlich kommt noch die Zeit, wo ich mich hier „auskotzen“ werde und ich hab das sichere Gefühl; auch das schaffen wir hier zusammen. Im Moment freue ich mich über Menschen, die mir sagen, wie nachdenklich meine Einträge hier sie manchmal machen. Schön, wenn sich mal wieder ein paar Menschen mehr Gedanken über sich selbst und ihr Leben machen. Dann ist das alles, was ich hier mache, nicht nur für mich sinnvoll.

Interessant finde ich immer wieder Gesprächsanfänge mit anderen Menschen hier im Internet. Man wird angeschrieben, „Hallo. Wie geht es dir?“ und ich schreibe: „Danke, gut. Und selbst?“

Zu 90 Prozent kommt die Antwort „Geht so.“ Und da für mich ein „Wie geht es dir?“ nicht nur eine Höflichkeitsfloskel ist, frage ich nach. „Warum nur geht so?“

Fast jeder sagt dann „Ich bin allein“ oder „Ich bin einsam“.

Uff! Da frag ich mich; was ist los mit denen? Warum fixieren sich Menschen so sehr im Außen, dass sie nicht mit sich selbst allein sein können? Da ist sie wieder, die Selbstliebe. Wenn wir beginnen, uns selbst zu lieben, dann werden wir nie mehr allein sein. Dann ertragen wir die Stille in uns selbst und wir bleiben zufrieden, wenn es still um uns wird. Warum? Weil wir in uns selbst suchen und nicht im Außen, um uns herum. Weil wir unserem Herzen sagen, dass wir gut sind, wie wir sind. Wir sind genug. Wir brauchen niemanden, der an uns glaubt, der uns liebt, der unsere Stille unterbricht – wir tun es selbst. Und wenn wir das können, uns selbst lieben, dann sind wir auch wirklich fähig, andere zu lieben.

Geht nicht raus in diese Welt und sucht euch einen Menschen aus, der bei euch sein soll, damit ihr euch nicht mehr einsam fühlt. Geht besser in euch und verweilt dort, bis es still ist. Seid es euch wert, nicht aus Einsamkeit zu lieben. Fangt bei euch selbst an; man kann nur weitergeben, was man selbst besitzt…

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