8. Mai … vom Wert der Träume…

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Kennt ihr das; man hat schon immer diesen einen Traum. Etwas, das man in seinem Leben machen will, irgendwann. Ich habe meine halbe Kindheit, gesamte Jugend und danach weitere Jahre mit dem Traum gelebt; irgendwann geh ich mit dem Pferd durch Schottland. Irgendwann…

Zwar hab ich mich irgendwann soweit festgelegt, dass mein Traum mit den Worten anfing „Wenn ich 30 Jahre alt bin möchte ich…“ aber das hat meinem Traum auch nicht weitergeholfen. Zwei Monate nach meinem 30. Geburtstag kam mein erster Sohn zur Welt. Die Planung war also nicht ganz perfekt. Aber was wurde aus meinem Traum? Er starb ganz leise in der Realität. Zwar war mein erster Gedanke „Du kannst immer noch nach Schottland, wenn deine Kinder…“ aber inzwischen sind fast neun Jahre vergangen und ich spüre immer mehr, was mein Körper mir morgens am allerliebsten mitteilt; ich werde alt. Ich kann und will mir beim besten Willen nicht vorstellen, meinen „Kadaver“, wie ich ihn immer liebevoll nenne, stundenlang auf den Rücken eines Pferdes zu setzen. Das schmerzt beim daran denken bereits…

Es ist schon erstaunlich, wie einem zwei Schwangerschaften und die Zeit danach körperlich zusetzen kann. Hier ein Zipperlein, da eins… Es summiert sich, auch wenn sie zum Glück noch klein sind… Aber was wurde aus meinem Traum? Nun, manchmal, wenn mich jemand fragt, was ich machen möchte wenn „das hier“ (meine Kinder großziehen) vorbei ist, dann habe ich ein Bild vor Augen. Dann seh ich, wie ich in einem großen Schaukelstuhl sitze und riesige Holzfässer zu meinen Seiten bewundere. Da drin reift mein selbst destilierter Whisky. Irgendwo in Schottland in den Highlands, ein einziges winziges Haus und kilometerweit drum herum nichts außer Stille und Grün…

DAS wäre mein genialer Lebensabend. Und wenn mich einer fragen würde, wie ich meinen Whisky nennen werde; „I survived!“ 😉

Es spielt keine Rolle, welche Träume wir haben. Wichtig ist nur, dass wir mindestens einen haben, an den wir glauben. Einen, den wir sehen, wenn wir unsere Augen schließen und uns wünschen, an einem anderen Ort zu sein und wenn es nur für einen Moment ist. Einen, der unser Horizont wird, der helle Streifen ganz hinten, der bleibt, egal wie dunkel es manchmal um uns wird.

Was ist mit Dir? Wie viele Träume hast Du schon gelebt? Wie viele Deiner Träume waren es nie wert, wahr zu werden? Wie viele hat die Realität zerstört? Und hast Du noch DEN EINEN Traum, der übrig bleibt und leuchtet, immer?

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