Hab ich Angst?

Nein, definitiv nein! Zum einen denke ich, gerade das negative könnte mir jetzt besonders schaden. Sollte ich tatsächlich etwas in mir tragen, was bösartig ist, dann werde ich einen Teufel tun und es nähren!

Zum anderen habe ich 2017 ein sehr intensives Jahr durchlebt auf dem spannenden und langen Weg zu mir selbst. Radikal ehrlich – besonders zu mir selbst – habe ich mir meinen Lebensweg angesehen; all seine Höhen und Tiefen. All meine Fehler, mein Versagen, mein langes innerliches Sterben. Ja ich war mir jahrelang nicht wichtig genug und ich habe meine Seele gequält. Viel zu viel Zeit habe ich mit nachdenken verbracht, mit Zweifeln an mir selbst, mit Wut und Hass – nicht nur an die Gesellschaft sondern auch an mich selbst. Mir ist es gelungen, diesen Weg zu verlassen, mehr noch; ich kann mich heute lieben und mir gerecht werden.

Das Leben stellt keine Fragen, es gibt keine Antwort – es geschieht! Das ist meine Erkenntnis zu den Dingen. Ich habe gelernt, einfach zu sein. Ich bin! Und was auch immer geschieht, es wird seinen Grund haben.

2008 war ich überzeugt, ich würde krank werden und könne dadurch bald keine Kinder mehr bekommen. Woher dieses Wissen – oder diese Erkenntnis – kam, kann ich bis heute nicht sagen. Sie war da, ganz plötzlich und ich folgte ihr. Ich entschied mich, ein Kind zu bekommen und meinem ersten Sohn folgte sogar noch ein zweiter. Erst sehr viel später kam die Zeit, in der ich in Ruhe über diese Geschehnisse nachdenken konnte. Mir darüber klar werden konnte, wie radikal – und eigentlich unüberlegt – ich mein Leben durch meine Kinder verändert hatte und stellte erst dann fest; ich hatte keine andere Wahl und habe für mich das Richtige getan. Heute kann ich keine Kinder mehr bekommen, mir wurde bei meinem zweiten Kind die Gebärmutter mit entfernt; ich hatte Krebs. Damals steckte ich in einem Wirbel, den mein neues, ungewohntes Leben erzeugt hatte und kam nicht dazu, mir Gedanken darüber zu machen. Ich hatte meine Söhne rechtzeitig noch bekommen und das war für mich damals die Hauptsache. Erst als ich letztes Jahr begann, mein Leben aufzuschreiben um mir über all meine Höhen und Tiefen einmal richtig klar zu werden, befasste ich mich mit der Tatsache; ich hatte Krebs! Wann war mir das eigentlich entgangen? Es war mir entgangen, als ich mich um das Wichtigste in meinem Leben gekümmert habe; meine beiden Kinder.

Wo auch immer dieses mal der Weg hinführt; ich werde es machen, wie damals; weitermachen, mich um meine Kinder kümmern, keine Zeit haben, darüber nachzudenken. Ich denke ohnehin nicht mehr zu viel nach; Gedanken ändern nichts. Die Dinge geschehen, egal was oder wie ich über sie denke. Vielleicht ist es ein spiritueller Weg, den ich heute gehe aber ich gehe ihn, sehr überzeugt. Es gibt mir Kraft, an mich selbst zu glauben und immer eine Hoffnung in mir zu tragen, dass es gut werden wird. In einem interessanten Buch habe ich mal gelesen, dass wir das, was wir am meisten fürchten, unweigerlich anziehen werden. Rückblickend auf mein Leben kann ich sagen: oh ja, das tun wir! Und deswegen werde ich eines ganz sicher nicht tun; mich fürchten!

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